Gregor Schäfer- freier Berater

Sinnvoll sanieren – Fehler vermeiden

In meiner Laufbahn als Berater haben mich viele Menschen in ihr Heim gelassen. Generell bin ich mir bewusst dass so etwas nicht für jeden ganz leicht ist wildfremde Menschen in ihre Privatsphäre zu lassen.

Ich muss mir, wenn ich ein Objekt richtig inspizieren soll, ALLES anschauen. Ich bin auch schon hinter den Kniestock oder die Dachluke hoch, Spinnenweben eingesammelt oder Wespennester begrüßt. Ich war in Kellern, wo der Hausbesitzer selber nicht alle Räume kannte, in Kinderzimmer, in Schlafzimmern, in sog. Spielzimmer (ich gehe nicht näher drauf ein …:-)..).

Was prüfe ich? Material und Stärke der Wände. Das Material ist meist verbaut, daher also Kniestock, Dachluke usw…hier sieht man oftmals ob es Lehmputz, Ziegelsteine aller Art, Pyroton uvm ist. Wie ist die Dachdämmung? Zwischen Ziegel und Trockenbau welches Material und wie stark?, OSB Platten, Gipsfaser oder Gipskarton? Viele Bauherren haben viele Ideen und viele Wege führen nach Rom. Ich muss es aber wissen wenn ich die Wärme- /Energiebilanz und erfoderliche Kapazität berechnen soll.

Ich sehe da vieles. Marode Schornsteine, welches der Hausbesitzer gar nicht wusste, kaputte Dachziegeln wo Wasser rein läuft, mir fällt auf wo Drainagen gelegt werden sollten am Grundstück, wo Beton Wasser zieht. Mir fällt auf, dass Fenster undicht eingebaut sind. Mir fallen fehlende oder poröse Dichtungen in Türen und Fenstern auf. Fehlplatzierte Wärmequellen. Ich nehme mir sogar die Freiheit raus zu sagen welche Wand ich einreißen würde um mehr Lichteinfall zu gewinnen und der Wärmeverteilung wegen. (Natürlich muss man die Statik , insbesondere bei Ringanker, beachten….. einfach Wand raus geht oftmals nicht).

Ich sage den Hausbesitzern dass sie sich Acryl kaufen sollen um ihre Risse in den alten Holzrollokästen zumachen zu können. Wenn Sie Geld haben dann oragnisiere ich ihnen gleich neue Fenster von meinem Freund dem Fensterbauer.

Ich bin pragmatisch veranlagt, heißt ich sehe ob jmd eine Firma beauftragen möchte und Geld kein Thema ist, oder ob er mit wenig Mitteln das Beste draus machen muss. Dann geht auch Klemmrock in einer Art “Schalung” und drüber Blech. Und selbst hier gibt es B-Ware, wo mal eine Ecke krumm ist, aber sonst gut verarbeitbar. Und schon habe ich die Außenwand die aufgrund Luftzug immer kühl ist, sinnvoll gedämmt. Da muss kein 36er Styropor und anschl. Putz und Farbe drauf. (Es sei denn das ganze Haus soll mit Subventionzuschuss finanziert werden, da gibt es Auflagen. Aber auch hier muss man mit einem sehr spitzen Bleistift rechnen!!)..und außerdem…ich vermittel und verkaufe kein Styropor.

Es gibt so schlaue die ihren Lehmputz mit Styropor gedämmt haben. Es waren sog. Malerfirmen die beraten und installiert haben. Ich denke mir dann so: “Aha”

Weiter geht es mit dem Geschwafel der “atmungsaktiven Wände”. Also so mal zum mitnotieren. Ein Stein atmet nicht. Wenn, dann reden wir über Diffusion.

Es gibt Diffussionsoffene Materialien und welche die es nicht sind. Lehmputz ist ganz prima Diffussionsoffen. Wenn man keine Ahnung hat, überstreicht man sie mit irgendeiner Farbe..im schlechtesten Fall mit einer Silikatfarbe (weil sie ja gut deckt und weil man noch einen Eimer irgendwo rum stehen hatte). Oder man packt eben Styropor davor oder dahinter. Ich habe es oftmals gesehen. Dabei gäbe es Diffussionsoffene Materialien wie sie bspw Unger Diffutherm anbietet. Holzfaserplatten. Umweltfreundlich. Diffussionsoffen.

Weil es im Haus immer zu kalt war, bzw die Heizungen immer voll aufgedreht sein mussten damit es warm wurde, hat der Eigentümer sich Solar (in Deutschland (!)…-über Sinn und Unsinn darüber kann man sich streiten-) aufs Dach gepackt und einen Speicher installiert und gekoppelt….zur Heizungsunterstützung.

Dass er im offenen Treppenhaus eine ca 25 qm große Fläche an Glasbausteinen aus den Anfang der 80er hatte, und hier vielleicht eher mal an eine Dämmung dachte, vergrößerte er seine Heizleistung. Stellen Sie sich vor…sie fahren ein Auto welches 2,5 to wiegt ( amerikanischer Pick Up  o.ä.) Statt ihn leichter zu machen damit er effizienter, schneller und sparsamer fährt, hauen sie den V8 raus und setzen einen V12 rein.

 

Es gab Leute die haben ihr Haus selber gebaut. Stein auf Stein. Löblich. Ob es Bauernschläue ist, Fenster stets in Süd und Westlage zu bauen, obwohl dort direkt das Nachbarhaus oder die Straße ist oder werden könnte, und im Norden/Nordosten Naturschutz/freie Fläche die nicht verbaut werden kann dann massive Wände baut, sei dahin gestellt. Ich sagte dem Besitzer nur trocken: “Machen Sie sich dort nachträglich die Fentser rein, schönerer Blick.” Er wollte aber nur Infrarotpanels. So bin ich. Ich muss Verbesserungen äußern.

Ich finde es gibt viel Beratungsbedarf…

 

Ich werde in den nächsten Wochen über div. Beratungen berichten, ob Lichtwärme, Dämmungen, Stromerzeugung oder auch Grundrisse für Bauvorhaben.

Extra für Menschen die nicht gerne lesen, auch mit Videos.

Herzlichst

euer Gregor

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